Gebetswoche 1995

Motto:  „Jüngerschaft Heute, wenn Christsein konkret wird
Gemeinsam glauben, miteinander beten
Weltweite Gebetswoche 8. – 15. Januar

Die Woche beginnt am Sonntag, den 8. Januar, mit einem Kanzeltausch verschiedener Kirchen und Gemeinden.

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Montag, 9.1.95, 20.00 Uhr
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Wenn wir Christen so lebten, wie wir sollten, so würden die Kinder der Heiden uns mehr anstaunen als jene Zauberer, die Wunder vor ihnen vollbringen.

„Jüngerschaft –
gelebt vor Ort“
Redner:            Pastor Rudolf Diezel
Ort:                  Krypta der Kreuzkirche

Wir bedenken Apg. 2:38-47.
Wir danken für das Wirken Jesu in den verschiedenen Bonner Gemeinden und bitten um Vergebung, daß wir unsere Gemeinschaft auf so wenige gemeinsame Aktionen begrenzen. Wir bitten, daß unser Mitein­ander zu einer gelebten Einladung zum Glauben wird. Fürbittend treten wir ein
für alle Gebetskreise, Hauskreise und Glaubens-Seminare, für den Religionsunterricht an Bonner Schulen, für alle christlichen Lehrer und Erzieher, für alle evangelistische Arbeit in Bonn.

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Dienstag, 10.1.95, 20.00 Uhr
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Umkehr zu neuem Start. Jeden Tag ein kleines Stück.
Umkehr zum Leben.

„Jüngerschaft –
fruchtbar durch Erneuerung“
Redner / Ort:    Dr.T.Schirrmacher / Riesstr.24
Pfr.Jacoby /
Kirche Tulpenbaumweg 2

Wir bedenken Matthäus 3: 8-10.
Wir danken, daß Gott auch nach Schuld und Versagen einen neuen Anfang schenkt, ja sogar neu beauftragt.
Wir bitten um Vergebung, wenn unsere Nachfolge in frommer Gewohnheit erstarrte und wir empfangenen Segen nicht weitergegeben haben.
Wir bitten, daß in uns die vielfältige Frucht des Heiligen Geistes heranreift.
Fürbittend treten wir ein für alle Pastoren, Seelsorger, Ärzte und Therapeuten und bitten um Abwehr von Drogen, Gewalt und Sexkonsum.
Wir bitten daß in Europa das Streben nach Wohlstand und Genuß die Gesinnung des Dienstes und der Liebe nicht verdrängt.

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Mittwoch, 11.1.95, 20.00 Uhr
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Bisweilen ist innerlich Schiffbruch erlitten zu haben
selbst schon eine Art Berufung.

„Jüngerschaft –
in Verantwortung für andere“
Redner / Ort:    Dr.P.Heyderhoff /
Baumschulallee 33a
A.T.Reichert / Quellenstr.15

Wir bedenken Epheserbrief 4: 11-14.
Wir danken für die Verantwortungsträger in unseren Gemeinden und beugen uns unter die lieblose und zerstörerische Kritik, die unter uns Frommen oft an Leitern geübt wird. Wir bitten um die Bereitschaft, sich Gaben und Dienste übertragen zu lassen.
Fürbittend treten wir ein für alle theologischen Lehrer und Ausbildungsstätten, sowie für Einrichtungen der Diakonie.
Wir danken für die Beseitigung des eisernen Vorhangs und bitten, daß nicht Armut Europa abermals trennt.

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Donnerstag, 12.1.95, 20.00 Uhr
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Die schlimmste Anfechtung ist es,
keine Anfechtung zu haben.

„Jüngerschaft –
trotz Schuld und Anfechtung“
Redner / Ort:    M.Kittler / Hatschiergasse 12
F.Honsberg / Seuffertstr. 7
Wir bedenken Johannes 21: 15-17.
Wir freuen uns und danken für alle erfahrene Hilfe in Anfechtung und Befreiung von Schuld. Wir bekennen, daß wir oft nicht bereit waren, Menschen neu anzunehmen, denen Gott ihre Schuld vergeben hat. Wir bitten um Erkenntnis der lähmenden Wirkung ungeklärter Schuld und einen offenen Umgang mit unserem Versagen.
Fürbittend treten wir ein
für alle, die sich der Beratung und Fürsorge Gefährdeter widmen.  Und für Politiker und Gemeindeleiter, die sich der ehrlichen Aufarbeitung deutscher Vergangenheit widmen.
Wir beugen uns unter die Geschichte der Feindschaft und Kriege in Europa, die auch heute noch nicht überwunden ist und bitten um Frieden.

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Freitag, 13.1.95, 20.00 Uhr
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Nur eins ist wichtig: Immer dort zu sein,
wo Gott uns haben will.
Gebetsabend der Jugend:
„Jüngerschaft –
glaubwürdig durch Einheit“
Redner:            Gerd Zeller und Team
Ort:                  CVJM-Haus Kaiserstr. 5

Wir bedenken Johannes 17: 20-23.
Wir überlegen, welche missionarischen Aufgaben wir miteinander anpacken können.
Wir danken, daß Jesus nie aufhört, betend um die Einheit seiner Jünger zu ringen und bitten um Vergebung, wenn wir eigene Interessen über die Ziele Jesu gestellt haben.
Wir bitten, daß die Einheit der Christen in Bonn besser erkennbar wird.  Fürbittend treten wir ein
für ProChrist95, für die Sommerfreizeiten des CVJM, für den Kongreß Christival 96

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Samstag, 14.1.95, 20.00 Uhr
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Die wirksamste Art, sich Verpflichtungen zu entziehen,
ist zu sagen: ich habe keine Verantwortung.

„Jüngerschaft –
einstehen für unser Land“
Redner:            Pfarrerin Katharina Krenzel
Ort:                  Haus der Heilsarmee
Kaiserstr. 65

Wir bedenken 1.Timotheus 2: 1-4.
Wir danken für die durch Gottes Erbarmen geschenkte Wende in unserem  Land. Wir bitten um Vergebung, daß wir diese Chance des Neuanfangs nicht besser genutzt haben.
Wir bitten um Erweckung und Erneuerung staatsbürgerlicher Verantwortung.
Fürbittend treten wir ein für Verantwortungsträger in Wirtschaft, Politik und Medien, für Arbeitslose, sozial Schwache und Ausländer.
Wir bitten um Bewahrung des europäischen Gnadenerbes der Reformation und Neubelebung aller christlichen Gemeinden.

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Sonntag, 15.1.95, 16.00 Uhr
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Es genügt nicht, daß DU heimkommst,
du mußt auch deinen Bruder mitbringen!

Gemeinsamer
Abschlußgottesdienst
der Allianzgebetswoche:

„Jüngerschaft –
weltweit in Wort und Tat“

Redner:            Präses Werner Gran,
Präses des CVJM-Westbundes

Ort:                  KREUZKIRCHE

Leitung:                 Dr.Thomas Schirrmacher

Wir bedenken Matthäus 28: 18-20. Der Missionsauftrag Jesu setzte für die Jünger damals und für uns heute ein großes Ziel: „Machet zu Jüngern alle Völker!“ Jesus will unseren Dienst in Wort und Tat. ER ermutigt uns, seinen Auftrag ernst zu nehmen und auf die Menschen zuzugehen.
In einem Gebetsforum danken wir für den Dienst vieler Missionare und Entwicklungshelfer.
Wir bitten um Vergebung, wenn wir durch den Streß im Alltag und im eigenen Dienst unsere Augen und Ohren verschlossen haben für die weltweite Not.
Wir bitten um Missionare, die in Achtung der einheimischen Christen sich selbstlos einbringen.
Fürbittend treten wir ein
für die jungen Kirchen in der Dritten Welt.
für die Ausbildung einheimischer Missionare
für eine gesicherte Zukunft des Volkes Israel und für die Ausbreitung des Evangeliums in seiner Mitte.
für die Christen Europas, daß sie ihre Verantwortung für die entchristlichten Regionen unseres eigenen Kontinents wahrnehmen.

(Anschließend treffen sich die Allianz-Mitarbeiter und ihre Ehefrauen mit Präses Gran im CVJM-Haus.)

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Evangelische Allianz Bonn
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Die Evangelische Allianz ist eine Verbin-dung von Christen, die ihr Leben bewußt unter die Herrschaft Jesu Christi stellen wollen. Sie ist kein Kirchenbund, sondern ein Bund von Christen aus verschiedenen Landeskirchen, Freikirchen und Gemein-schaften. Sie verwirklicht die Erkenntnis, daß die Zugehörigkeit zu dem einen Herrn die Grenzen der vielen Kirchen durchlässig macht zum gemeinsamen Hören, Beten und Dienen.

Die Allianzgebetswoche wurde vor über 140 Jahren eingeführt. Sie wird heute in über 70 Ländern rund um den Erdball veranstaltet. Das Programm wurde in diesem Jahr von Rumänien für ganz Europa entworfen.

Die Rumänische Allianz wurde kurz nach dem Fall des Diktators Ceausescus gegründet. Vorher wurden Christen verfolgt und Nachfolge barg dieses Risiko. Gott segnete die Standfestigkeit unserer Geschwister durch Gemeindewachstum. Es war ihr dringender Wunsch, daß in einem freien Europa die Nachfolge Jesu so ernst genommen wird, daß die Christen durch ihr Leben und Zeugnis diesen Kontinent neu für Jesus gewinnen.

Evangelische Allianz Großraum Bonn.
Sprecher:         Dr. Thomas Schirrmacher,
Friedrichstr.38, Tel.:638784
Kasse:                  Wilfried Plüschke, Tel.: 641790,

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