Gebetswoche 2005

Motto:  „So sollt ihr beten“
Gemeinsam glauben, miteinander beten
Weltweite Gebetswoche 9. – 15. Januar
AGW05-Flyer (zum Lese  anklicken)
Übrigens, es gibt einen neuen Allianz Flyer

Zurück zu den Wurzeln des christlichen Gebets führt die Allianzgebetswoche 2005.
Einer Anregung der norwegischen Evangelischen Allianz folgend, wird auch in Deutschland der thematische Leitfaden durch die Tage vom 9. bis 16. Januar das Vaterunser sein (Matthäus 6,9-13). Zum Motto der Gebetswoche wählte der deutsche Vorbereitungskreis dementsprechend die Worte, mit denen Jesus selbst die Vorlage für alle Zwiesprache mit Gott einführte: „So sollt ihr beten.“

Die Allianzgebetswoche findet in mehr als 25 Ländern Europas, sowie in Ländern anderer Kontinente statt. Allein in Deutschland werden sich 400.00 Christen in 1.250 Orten aus den unterschiedlichsten Kirchen und Gemeinden versammeln, um sich im Gebet gemeinsam neu auf Gott auszurichten.

Gottesdienste der Evangelischen Allianz Bonn an folgenden Orten:

Sonntag, 9. Januar 2005 – 10.00 h Stadthalle Bad Godesberg
Eröffnungsgottesdienst unter der Leitung von Pastor Gerhard Uphoff
Predigt: Siegfried Großmann, (Präsident Bund der Baptisten)
Thema: Vater unser im Himmel (1. Korinther 9:24-27)
Musikalische Begleitung:
Band des CLW unter Leitung v. Christoph Herr
Streichorchester der Allianzgemeinden unter Leitung v. Alexander Wiegel

Parallel zum Eröffnungsgottesdienst:
Allianz-Kindergottesdienst  I für 1-4jährige ab 10.00 h
in der Stadthalle Bad Godesberg

Allianz-Kindergottesdienst II für 5-12jährige ab 9.30 – 10.45 h
Centrum Lebendiges Wort (CLW), Quellenstrasse 17, Bad Godesberg
Thema: Es ist super im Vaterhaus……(Spielstrasse, Singen, Theater und Basteln)

Montag, 10. Januar 2005 – 19.30 h  Friesdorferstr. 194a
Gemeinde: Iglesia Christiana Hispanohablante de Bonn (spanisch/deutsch)
Internationaler Gottesdienst unter der Leitung v. Pastor Santiago Gracia Mane
Predigt: Leonid Müller
Thema: Geheiligt werde dein Name (Psalm 99)

Dienstag, 11. Januar 2005 – 19.30 h – Centrum Lebendiges Wort (CLW)
Quellenstrasse 17, Bad Godesberg (Schweinheim)
Ein Fest zur Ehre Gottes – Leitung: Pastor Mario Wahnschaffe (CLW)
Predigt: Karl-Gerhard Matthies (CVJM)
Thema: Dein Reich komme (1. Korinther 9:19-22)

Mittwoch, 12. Januar 2005 – 19.30 h – Krypta der Kreuzkirche, Kaiserplatz
Abendgebetsfeier – Liturgie: Pfarrer Rüdiger Petrat (Ev.Kirche)
Predigt: Pastor Andrej Voth (Kirche am Rhein)
Thema: Dein Wille geschehe (Jesaja 46:8-13)

Donnerstag, 13. Januar 2005 – 19.30 h – Freie Evangelische Gemeinde,
Hatschiergasse 12, Bonn Innenstadt
Missionsgottesdienst – Leitung: Pastor Harald Börner (FeG Bonn)
Predigt: Pastor Horst-Jürgen Kreie (Gebende Hände – Gesellschaft zur Hilfe für
notleidende Menschen in aller Welt)
Thema: Unser täglich Brot gib uns heute (Matthäus 6:31-34)

Freitag, 14. Januar 2005 – 16.00 h – Christliche Gemeinschaft innerhalb der
Ev. Landeskirche e.V.
, Seufertstr. 7, Bad Godesberg
Gebetsnachmittag  – Gebetsversammlung anschl. Kaffee und Kuchen
Leitung: Eberhard Schultz (Christl. Gemeinschaft)
Predigt: Pastor Heinrich Guderian (Elim Gemeinde)
Thema: Vergib uns unsere Schuld (Epheser 4:32-5:2)

Freitag, 14. Januar 2005 – 19.30 h – Centrum Lebendiges Wort (CLW)
Quellenstrasse 17, Bad Godesberg
Jugendgebetsabend – Leitung: Franz Fuchs (FeG), Sascha Becker(CVJM), Gaby Lux (EFG-Baptisten), Thomas Fohr (CLW)
Thema: Vater?!

Samstag, 15. Januar 2005 – 11.00 h – Bonner Christen für das Leben e.V.
und Centrum Lebendiges Wort (CLW)
Vor dem Hauptbahnhof, Poststrasse
Mahn–, und Fürbittegottesdienst – Leitung: Birte Grimm
Thema: Führe uns nicht in Versuchung (1.Korinther 10:12-13)

Sonntag, 16. Januar 2005 – 19.00 h – Gemeindezentrum – Evangelisch Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Mittelstrasse 39, Bad Godesberg- Plittersdorf
Abschlussgottesdienst – Leitung: Gaby Lux (EFG)
Predigt: Gerd Zeller (CVJM)
Thema: Dein Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit in Ewigkeit. (1.Chr. 29:10b-13)
Gebetsforum: Franz Fuchs, Andrej Voth, Rüdiger Petrat, Mario Wahnschaffe.

B E R I C H T                zur ALLIANZGEBETSWOCHE 2005

Sie begann am 9. Januar mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Godesberger Stadthalle. Siegfried Großmann, Präses des Bundes Ev.-Freikirchl. Gemeinden (Baptisten) erläuterte in seiner Predigt das Gebet als Gespräch mit dem Vater. Die Beziehung zum Vater im Himmel ist ein Vertrauensverhältnis: Wer ein Anliegen hat, wendet sich an ihn; wer in Not ist, bittet um seine Hilfe; wer Gutes empfangen hat, dankt ihm; wer von seiner Größe erfüllt ist, betet ihn an. 850 Teilnehmer/Innen u. Gäste aus unterschiedlichen Gemeinden und Landeskirchen danken und baten im Gebet für alle Krisengebiete in dieser Welt, für Frieden und Einigkeit in Familien und Regierungen.Der Gottesdienst wurde in russisch, persisch, franz., engl. spanisch simultan übersetzt. Den musikalischen Teil gestaltete das „Allianz Orchester“ und die Hausband des CLW, Quellenstrasse. Kindergottesdienste mit 124 Kindern nach Altergruppen aufgeteilt, fanden parallel zum Hauptgottesdienst in den Nebenräumen der Stadthalle und im CLW, Quellenstraße 17 statt. Mitarbeiter der FeG, des CLW und der Rhema-Gemeinde Germany hatten die Gottesdienst für die Kleinen und Kleinsten organisiert und gestaltet.

Beugung vor der Heiligkeit Gottes, indem „sein Name geheiligt werde“, wurde am Abend darauf in der spanischen Gemeinde Iglesia Christiana Hispanohablante de Bonn, Friesdorferstr.194a thematisiert. Pastor Leonid Müller (russische Gemeinde „Die Liebe Christi“), verdeutlichte wo der Name Gottes nicht geheiligt sondern durch Egozentrik und Gottlosigkeit entehrt würde. Die Rückbesinnung auf den Allmächtigen und Allerhöchsten stelle das richtige Verhältnis zwischen Gott und seinen geliebten Geschöpfen, den Menschen wieder her.
„Dein Reich komme!“, wurde biblisch im Rahmen des „Festes zur Ehre Gottes“ im CLW, in der Quellenstraße, präzisiert. „Als Kinder Gottes sind wir weltweit Landsleute aller Christen“, führte Karl-Gerhard Matthies (CVJM Bonn) fort. Sein Reich ist ein ewiges Reich und hat kein Ende. In einem Gleichnis wird es mit einer kostbaren Perle, für die alles andere hergegeben wird verglichen. Betulichkeit in den Kirchen, Streit statt Zusammenhalt in den Chefetagen Bonns, vernebele die Sicht, dass Superreiche immer reicher und viele Menschen zunehmend ärmer würden. „Dein Reich komme“, bedeute auch großen Glauben an Neues für unsere Stadt, für unser Land und unsere Familien zu haben. Intensiv betete die Gemeinde mit indonesischen Angehörigen der Flutopferkatastrophe. Lobpreis-, und Hauskreisleiter Johan Warenawan leitete die Fürbitte für alle betroffenen Länder Südostasiens.
„Dein Wille geschehe“, werde häufig inhaltslos gebetet. „Aber wie soll das eigentlich geschehen, wie kann der Wille Gottes bei uns Christen erkennbar sein. Was will Gott von uns?“, predigte Bernd Grimm (Kirche am Rhein) am Mittwochabend in der Krypta der Kreuzkirche. „Du sollst den Herrn, deinen Gott von ganzen Herzen lieben!“, und wer den Bruder (den nächsten Menschen) nicht sieht, kann Gott nicht sehen (1.Joh.). Jesus sagte: „Wenn ihr mich seht, dann seht ihr Gottvater. Sein Wille geschehe! Darum gebe ich mein Leben hin“ (Joh.10). Hingabe unseres Willens, unserer Bedürfnisse sind die Vorraussetzung dafür, dass Gottes Willen an uns geschehen kann.  Die Liturgie, geleitet von Pfarrer Petrat (Kreuzkirche), war in der Fürbitte um unsere Hingabe an Gottes Willen und die tätige Liebe des Nächsten vor Ort und in den Krisengebieten dieser Welt ausgerichtet.
„Unser täglich Brot gib uns heute“, sei die Bitte an Gott uns die ganze Nahrung, das ganze Brot in naturalistischer und geistlicher Form zu geben. Es gehe auch um das Bewusstmachen, dass wir täglich überreich mit Brot und anderen Mitteln zum Leben von Gott beschenkt würden, appellierte Pastor Horst-Jürgen Kreie (Gebende Hände – Gesellschaft zur Hilfe für notleidende Menschen in aller Welt) an Teilnehmer des Missionsgottesdienstes in der FeG, Hatschiergasse 12. „Ein ganzes Dorf mit 14.000 Menschen, ist vor der Flutwelle ins Landesinnere geflüchtet. Als sie aufgefunden wurden, waren 10.000 verhungert und verdurstet weil es ihnen am täglichen Brot u. Wasser gefehlt habe“,  wusste Pastor Kreie aus seiner Missionsarbeit zu berichten. Das rechte Beten sei nicht egoistisch, sondern orientiert  an den Bedürfnissen der (weltweiten) Gemeinde, denn auch für sie, wie für alle Menschen dieser Welt, gilt unsere Bitte um das tägliche Brot. Pastor Harald Börner (FeG) führte im Dank- und Fürbitte-Teil an die großzügigen Segnungen Gottes für unserem Land und die wachsende Bereitschaft des Teilens in unserer Bevölkerung heran.
„Schuld stellte sich schon in paradiesischen Zeiten zwischen Adam (den Menschen) und Gott. Seitdem durchdringt Schuld und Schuldigwerden jeden Menschen, mit der einzigsten Ausnahme, Jesus Christus“, erläutert Pastor Heinrich Guderian (ELIM) am Gebetsnachmittag. Schuld sei die Last, die schon König David nicht allein tragen konnte.  „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig wurden“, wurde im Fürbitte- und Gebetsteils von Eberhard Schulz (Christl. Gemeinschaft) weiter vertieft. Herzliche Vergebung und gerne jenen wohl getan, war schon Luthers Anliegen für Brüderlichkeit. Wohl getan hat auch das gemeinschaftliche Kaffeetrinken zwischen den Predigt- und Gebetsabschnitten mit Geschwistern aus anderen Gemeinden.
Der abendliche Jugendgottesdienst im CLW, Quellenstr.15, beleuchtete das Thema „Vater“ nach Joh. 20,21. Ausgesprochener Frieden aber auch Jesu Sendung seiner Jünger in alle Welt wurden unter Leitung von Franz Fuchs (FeG), Sascha Becker (CVJM), Gaby Lux (EFG) und Thomas Fohr (CLW) in Wort und Spiel erfahrbar gemacht.
Um ein nicht weiteres Schuldigwerden am ungeborenen Leben jedes, auch behinderten Kindes, ging es beim Open Air Mahn-, und Fürbitte Gottesdienst am Samstagmorgen vor dem Hauptbahnhof. „Führe uns nicht in Versuchung“, wurde von Birte Grimm und ihren Mitarbeiterinnen der Bonner Christen für das Leben, detailliert und mit gesellschaftspolitischen Fakten erörtert. Der gottesdienstliche Rahmen wurde vom Leiter des CLW Evangelisationsteam, Hermann Krause gestaltet. Unter den Teilnehmern war auch ein Journalist von idea aus Wetzlar.
„Dein ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit“, führte Gerd Zeller (CVJM) in seiner Predigt zum Thema Anbetung während des Abschlussgottesdienstes der Gebetswoche, genauer aus. Anbetung ist, die Last und Schuld des Alltages, des eigenen Lebens unter das Kreuz Jesu zu bringen und Gott mit Bekenntnis und Buße zu ehren. Anbetung ist,  auf eigene Rechte, Recht haben wollen zu verzichten und die Herrschaft Gottes über bestimmte Gewohnheiten, Familie, Beruf-, Berufungen, Wohlstand, Krankheit, Un-, und Sicherheiten auszurufen. Anbetung ist, gleichwohl unser Herz voll und ganz an Jesus zu verschenken, wie er seine Liebe auch an uns verschenkt.
Und Anbetung ist, für Führung, Bewahrung und Versorgung IHM zu danken, dessen Namen alle Ehre gebührt. Anbetung war auch bildhaft, einfühlsam und wortergänzend gestaltet in vier Stationen des Gottesdienstraumes, Orte des Hingehens und Ablegens. Begleitet wurde sie vom Lobpreis-Team der EFG unter Leitung der Kinder-, und Jugendpastorin Gaby Lux, die auch den Gottesdienst moderierte. Durch den Fürbitteteil für eine ethische Neubesinnung in unserem Land, in Europa, für die Beendigung von Terrorismus und Fanatismus, die Krisengebiete der Erde, und Frieden in der Welt, führten Pfarrer Petrat und Gerd Zeller. 210 Gottesdienstbesucher nahmen den Schlusssegen entgegen und stimmten bewegt in das vertonte Gebet ein: „Bist zu uns wie ein Vater, der sein Kind nie vergißt, … Vater, unser Vater!“.
In dieser Woche besuchten über 2000 Männer und Frauen, sowie 124 Kinder die Gottesdienste in den Gemeinden der Ev. Allianz Bonn. Es verbanden sich noch mehr Menschen in Glauben und Gemeinschaft, im Füreinandereinstehen und Beistehen als in den Jahren zuvor.
Presseberichte:

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