Gebetswoche 2010

Motto:  „Zeugen sein“
Gemeinsam glauben, miteinander beten
Weltweite Gebetswoche 11. – 17. Januar

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Gesamtbericht:

Festgottesdienst in der Universität Bonn, Hörsaal eins
Thema:
Falsche Sicherheit und echte Lebensversicherung                      12.1.2010

Rund 150 Gäste kamen um Gott zu ehren und sein Wort von einem der zwanzig in der BRD bedeutsamen Ökonomen, dem Prorektor der Uni, Prof. Dr. Jürgen von Hagen ausgelegt zu bekommen.

In den 80 ziger Jahren, während seines Aufenthaltes in den USA kam Prof. von Hagen zum Glauben an Jesus Christus. Seit 1997 gehört er der FeG Bonn an. Eine Gemeinde, die ihre Wurzel an dieser Uni hat. Nach Bibelstunden des württembergischen  Erweckungspredigers Johann Christoph Blumhardt (1805-1880), gründeten Christen 1862 die Gemeinde.1886 trat die FeG Bonn dem Bund Freier evangelischer Gemeinden bei, und ist somit eine der ältesten, freikirchlichen Gemeinden Bonns.

Im Interview mit Pastor Fehler (FeG Bonn) erörterte von Hagen nicht nur seinen Weg als Christ, ebenso Fragen zur Wirtschaftskrise und seiner Tätigkeit als Prorektor der Uni. Aber auch, dass die Bibel schon immer Eigentum als positiv und Eigentümer als ökonomische Sachverwalter gesehen habe. Angesichts der Wirtschaftskrise, wären Medien eher auf der Suche nach Stichwörter, als das sie eine Prozessentwicklung beschreiben würden. Auch als Ökonomen müssten sie sich da im Zaun halten.

Die Bibel mahne den rechten Umgang mit Reichtum an, wie von Hagen es in seiner Predigt von: „Falscher Sicherheit und echter Lebensversicherung (Lk 12:16-21)“ verdeutlichte. Vorsorge für die Zukunft zu treffen, dagegen sei für sich genommen nichts einzuwenden, jedoch Sicherheit beim Geld, im Titel, in beruflicher Stellung, in ordentlichem Benehmen, durch finanzieller Unterstützung für die Kirche zu suchen und gar sein Herz daran zu hängen, dass sei Narretei. „Hier, in der Universität, suchen Menschen Sicherheit in akademischen Graden und wissenschaftlicher Erkenntnis und vergessen, dass Grade nur bis zur ersten Anstellung zählen und nichts vergänglicher ist als „gesichertes wissenschaftliches Wissen“.

Egal, was wir sammeln und tun, wir finden keine echte Sicherheit, solange wir sie bei uns selbst suchen und in dem, was wir tun oder haben. Weil uns das dazu führt, nur noch uns selbst zu sehen und auf uns selbst, unsere eigene Leistung zu vertrauen“. Zudem mache diese Haltung blind für andere Menschen und für Gott. Die wirkliche Lebensversicherung sei unser Reichtum bei Jesus Christus. Ein Reichtum, der erschreckenderweise  durch nichts zu erwerben, jedoch  durch Gnade, durch das Blut Jesu, seinen Tod am Kreuz für unseren Stolz, unsere Selbstbezogenheit, unser Misstrauen gegenüber Gott und anderen Menschen bezahlt und geschenkt worden sei.

„Jesu Blut am Kreuz macht uns in Gottes Augen so rein, dass wir mit ihm in Gemeinschaft leben können. Wer darauf vertraut und seine Sicherheit allein bei Jesus sucht, den macht Gott zu seinem Kind und zu einem Eigentümer von Gottes Reich.

  • Das ist der Reichtum vor Gott, auf den es ankommt, dass wir uns Jesus ganz anvertrauen.
  • Das ist die wirkliche Lebensversicherung: Weil Jesus für uns gestorben ist,
    können wir mit ihm und unserem Vater im Himmel in Gemeinschaft leben.
  • Das gibt wirklich Ruhe und Fröhlichkeit: Wir sind mit Gott im Reinen, wenn wir ganz auf Christus vertrauen. Als Kinder Gottes kann uns nichts von der Liebe Gottes trennen!“

In der anschließenden Fürbitte für die Uni, unsere Stadt Bonn, für die Landes- und Bundesregierung und ein gutes Zusammenwirken der verschiedenen Gemeinden, traten u.a. die Pastoren Elia Daoud und Manfred Rösner vor Gott ein. Musikalisch führte das SELA- Kammerorchester die Gläubigen in den Lobpreis.

Der abschließende Stehempfang wurde von vielen Gästen, in regem Gesprächsaustausch wahrgenommen.

Karola Conrads-Butenhof, Ev. Allianz Bonn, www.ea-b.de
Gebetsgottesdienst in der Kreuz-Krypta am 13. 1.
Zeugen sein, – damit es der Stadt gut geht.“

Um dieses Anliegen vor Gott zu bringen, fanden sich Christen aus den freikirchlichen Gemeinden der FeG, EFG (Baptisten), CLW (Pfingstler), CVJM, der Apostolischen Gemeinde und der Ev. Kreuzkirche in der Krypta ein.

In der Liturgie gab Pfr. R. Petrat (Ev. Kreuzkirche) neun Gebetsanliegen für die Stadt vor, zu denen er jeweils eine Kerze entzündete, die auf einer Leiter angeordnet waren. Symbolisch sollten die Gebete wie auf einer Himmelleiter emporsteigen.

Einführung ins Thema

Wie sollen die Menschen in unserer Stadt von Jesus hören, wenn die Christen es ihnen nicht sagen?
Wie sollen die vielen, die ohne Gott leben, seine Liebe erfahren, wenn es ihnen keiner vorlebt und durch Zeichen der Nächstenliebe erfahrbar macht?
Hinzu kommt die alte Erfahrung:
Veränderte Herzen prägen Verhalten und Tun – und sie verändern die Umgebung,
langfristig auch den Ort, die Stadt und die Gesellschaft -.
Wenn Christen leben, wozu Jesus sie eingesetzt hat – nämlich Salz und Licht für ihre Umgebung zu sein – dann geht es auch der Stadt gut.

Das war schon die Ermutigung von Jeremia für das Volk Israel in der babylonischen Fremde: Betet für die Stadt und tut ihren Bewohnern Gutes, dann wird das für alle zum Segen:

  1. Wir beten für Rat und Verwaltung, für den OB: Jürgen Nimptsch, Stadtdirektor Volker Kregel, und die Bürgermeister der Stadt Helmut Joisten, Horst Naaß, Angelica Kappel,
    für alle Stadtverordneten und das Verwaltungspersonal.
    1. Kerze: Christus unser Herr, wir rufen zu Dir…
  2. Wir beten für Bildung und Wissenschaft
    2. Kerze: Christus Du Weisheit Gottes
  3. Wir beten für Familie, Gesellschaft und Soziales
    3. Kerze: Christus, du Liebe Gottes…
  4. Wir beten für Arbeit und Freizeit, Sport und Geselligkeit,
    4. Kerze: Christus, Du Fülle des Lebens…

Nach jedem Gebetsanliegen wurden Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch gesungen.

Mit der Predigt von Dr. Peter Heyderhoff endete der erste Teil der Liturgie:

Die Gnade des Herrn Jesus Christus, und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.

Lukas schreibt in Apostelgeschichte 8: 5-8

In jenen Tagen kam Philippus in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt. So herrschte große Freude in jener Stadt.

Liebe Schwestern und Brüder,

Da geht also der Diakon Philippus nach Samaria, zu den Samaritern, mit denen die Leute aus Jerusalem ansonsten keinen Umgang pflegten, die man eigentlich mied wie die Pest.

Er verkündete dort Christus und zwar selbstverständlich mit machtvollen Taten, Zeichen und Wundern. Und die Menschen bekehrten sich, glaubten und wurden gerettet.

Es waren nicht zuerst die Apostel, die missionierten, es waren erst recht keine groß angelegten und wohl geplanten Aktionen, durch die der Glaube verbreitet wurde.

Philippus war ein einfacher Diakon, ein Gemeindediener und kein Apostel.

Da brechen viele einfache Menschen in Jerusalem auf, vielleicht Pilger, sie kommen begeistert und erfüllt in ihre Heimat – oder auch an Stationen auf ihrem Weg – und berichten von all dem, was sie erlebt und erfahren haben und die Menschen beginnen zu glauben. Am Anfang steht deshalb eine Vielzahl uns völlig unbekannter Missionare
– ja fast könnte man sagen: meist anonym gebliebene Gelegenheitsmissionare.

Es braucht die spontane, von der eigenen Begeisterung motivierte Weitergabe des Glaubens. Und das ist Sache eines jeden einzelnen Christen. Wir sollen Zeugen sein!

Wir können uns nicht hinsetzen und darauf warten, dass irgendjemand kommt und den Menschen den Glauben bringt. Mission ist nie und nimmer Sache einiger Spezialisten.

Als ob man sich in der Gemeindeleitung Gedanken darüber machen müsste, wie der Glaube vor Ort weitergegeben werden kann. Hier spielt die Musik, wir sind die Glaubensboten vor Ort.

Auch Kinder kommen ja in aller Regel nicht im Religions- oder Konfirmandenunterricht zum Glauben. Es ist das Beispiel der Eltern, das ansteckt und hinein begleitet.

Unser Glaube würde verkümmern, wenn wir ihn nicht nach außen tragen. Und zwar überall dort, wo wir gerade sind: Am Arbeitsplatz, im Verein, bei der Vorbereitung eines Ausfluges, und unzähligen anderen Gelegenheiten.

Rechenschaft zu geben, von der Hoffnung, die uns erfüllt – dazu sind wir alle gerufen.

Und der alte Prophet Jeremia ergänzt 4 Punkte: (Jer 29:7)

1.„Suchet der Stadt Bestes – auch darin steckt eine klare Aufforderung, selber zuzupacken. Solidarität nicht nur vom Staat einzufordern. Nicht nur aufzulisten, was man von anderen erwartet, sondern sich selber einzubringen.

Menschliches Miteinander, Solidarität entstehen nicht, wenn man sie nur von einer anonymen Organisation erwartet. Sie entsteht zwischen einzelnen Menschen, die sich kennen und respektieren.

Suchet der Stadt Bestes: bemüht euch um das Wohl der Stadt“. Das Wohl unserer Umwelt wird uns ans Herz gelegt, wir sind verantwortlich für unsere Nachbarn, unser Quartier, unsere Stadt. Wir können uns nicht aus der Welt zurückziehen, auf ein kommendes Jenseits vertrösten und die Hände in den Schoss legen.

Wir sind aufgerufen uns um das Wohlergehen unserer Mitmenschen zu bemühen, wir sollen unsere Hände schmutzig machen und aktiv werden gegen das Elend in dieser Welt.

So wie es Philippus getan hatte, er verkündete Christus und seine Verkündigung war begleitet von machtvollen Taten in der Kraft des Heiligen Geistes.

Was tun Christen aus der Ev.Allianz für unser Bonn?

Über 10.000 Essensportionen wurden von Leuten der CLW Gemeinde in der Suppenküche und offenen Tafel im letzten Jahr an Bedürftige verteilt. In vielen Gemeinden gibt es Kleiderstuben und vielfältige soziale Hilfen bis hin zur Prostituiertenbetreuung.

2.Kümmert euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch geführt habe“. So lautet der volle Wortlaut. Gott ist es, der uns an unseren Platz stellt. Wir sind hier für das Wohlergehen mitverantwortlich, hier wo Gott uns hingestellt und hingeführt hat.

Hier leiden wir an unserer Umwelt. Wir leiden unter Arbeitskollegen, die gegen uns sind, Unwahrheiten erzählen und uns loswerden möchten. Wir leiden unter Nachbarn, die uns böses wollen und uns in der Nachbarschaft schlechtmachen. Wir leiden unter Bekannten und Freunden, die uns ausnützen und nur von uns profitieren wollen. Wir leiden und sehnen uns nach der Zeit, in der das Leiden ein Ende hat. Wir leben in der Erwartung auf die Vollendung des Reiches Gottes, auf die Erfüllung unseres Lebens durch die Wiederkunft Jesu. Bis dahin ist uns das Wohl der Welt ans Herz gelegt, das Wohl desjenigen Teils, in den uns Gott  gestellt hat. Dies beinhaltet das Dasein für unsere Mitmenschen, Hilfe im Alltag, Begleitung in schwierigen Situationen, auch gerade bei Krankheit, das Dasein für diese Welt im Kleinen wie im Grossen.

Beispielsweise

Einzelne Christen aus der FeG Rheinbach und dem CLW Bonn haben zusammen mit drei Rehabilitationsspezialisten aus Israel die “Christl. Lebensgemeinschaft Bonn-RheinSieg e.V.“ gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, Drogenabhängige aus ihrem Sumpf herauszuholen und in einer monatelangen intensiven 24-Stundenbetreuung mit ihnen zusammen zu leben bis die Betroffenen von ihren Drogen befreit sind und ein neues Leben in Christus begonnen haben.

3. Was neben den konkreten Taten dazugehört wird von Jeremia im dritten Satzteil gesagt: „betet für sie zum Herrn“, betet für die Stadt.

Zu dem Bemühen um Wohlergehen gehört die Fürbitte.
Das war damals für das Volk eine Ungeheuerlichkeit, es ging ja um Babylon, die Stadt des Feindes, der das eigene Volk besiegt hat.
Nicht der eigenen Familie, den Stammesbrüdern galt das Gebet, nein, gerade für die feindliche Stadt und ihre Menschen soll gebetet werden. Für die Menschen, zu denen uns Gott gestellt hat, für die Situationen in denen wir stehen, sollen und dürfen wir zu ihm beten. Die Anliegen unserer Mitmenschen sollen zu unseren Anliegen werden, die wir im Gebet vor Gott bringen.

4. Bis dahin hat uns Jeremia bereits ein dickes Programm aufgehalst und der eine oder die andere sieht die totale Überforderung am Horizont. Der vierte und letzte Satzteil setzt dem scheinbar noch die Krone auf: Unser Wohlergehen scheint da von der Erfüllung dieses Programms abzuhängen.
Jeremia schreibt:„denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl.

Nicht indem jeder für sich schaut, entsteht Wohlergehen, wenn ich für den anderen da bin und der andere für mich da ist, so entsteht und wächst Wohlergehen für alle. Dabei gehören Geben und Nehmen zusammen.

Gott ist es, der Dank seiner Liebe und seiner Gnade unserem Tun und Beten Kraft verleiht.

Er schenkt uns durch seinen Sohn, Jesus Christus Friede und Wohlergehen bis ins Innerste.
Diese Liebe, diesen Frieden, dieses Wohlergehen dürfen wir unseren Mitmenschen weitergeben,
durch unser Handeln und Beten.
Gott meint es gut mit allen Menschen, er möchte dass es uns wohl ergeht.
Wir alle sind Seine Werkzeuge. Er braucht uns Christen, um Seine Liebe und Seine Gnade jedem einzelnen Menschen, der Stadt und der ganzen Welt zu schenken.

Amen

Im zweiten Teil der Liturgie wurden weitere Kerzen entzündet:

  1. Wir beten für Polizei, Stadtwerke, alle öffentlichen Dienste
    5. Kerze: Christus Du Diener der Menschen
  2. Wir beten für Wirtschaft und Bauen, Wohnen und Wohnungslosigkeit
    6. Kerze: Christus, Weg zur Heimat…
  3. Wir beten für Umwelt und Gesundheit
    7. Kerze: Christus, Du Heil der Welt…
  4. Wir beten für Kultur, Tourismus und Internationales
    8. Kerze: Christus, Licht der Welt…
  5. Wir beten für die Gemeinschaft der Christen in Bonn
    9.  Kerze: Christus, unser guter Hirte…

Mit einem gemeinsames Vater unser… und dem Schlusssegen

endete der intensive
Gebetsgottesdienst.

Musiker und Sängerin des CVJM gestalteten den Lobpreis.

Karola Conrads-Butenhof
Ev. Allianz Bonn


Allianz-Stadtgebet im CVJM-Haus am 14.1.

„Zeuge sein, damit, – damit Menschen Hoffnung gewinnen“
Töten im Mutterleib zerstört alle Hoffnungen
Martin Lohmann,
Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht e.V

Im Rahmen der Internationalen Gebetswoche hatte die Evangelische Allianz Bonn am Donnerstag zum „Stadtgebet“ Mitglieder des Bundesverbandes Lebensrecht e.V. eingeladen.
Zu diesem Bundesverband gehören „Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALFA), ProMundis e.V., Pro Vita und Rahel e.V. u.a.
Die „Bonner Christen für das Leben“ (Birte Grimm u. Nina Weinand) kooperieren in der Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Bundesverbandes.
Begrüßt wurde von Dr. Susanne Lux (ALFA) auch der neue Bundesvorsitzende, Journalist, Publizist und Preisträger v. 1993 der Stiftung „Ja zum Leben“ Martin Lohmann.
Der 53 jährige Martin Lohmann wurde in Bonn geboren, studierte kath. Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaften an der Uni Bonn.
Er ist verheiratet und hat eine Tochter.
Lohmann war Leitender Redakteur von „Christ und Welt“, bis 1997 stellvertretender Chefredakteur des „Rheinischen Merkur“ und von 1998 bis 2004 Chefredakteur der Rhein-Zeitung in Koblenz.
In den Jahren 1996 bis 2002 moderierte er die Live-Sendung „Münchner Runde“ des Bayrischen Fernsehens. Seit 2005 wirkt Lohmann als freier Journalist und Moderator für die Pax-Bank, die Deutsche Post, die Fernsehsender N24, n-tv und verschiedene Zeitungen.
Lohmann ist Autor mehrer Bücher, u.a. Etikettenschwindel Familienpolitik. Ein Zwischenruf für mehr Bürgerfreiheit und das Ende der Bevormundung, Gütersloh (GVH) 2008.

Mit beeindruckendem Filmmaterial, und leidenschaftlich appellierend sagte Martin Lohmann, dass es höchste Zeit sei, „dass das Kind in den Mittelpunkt der Gesellschaft gestellt würde“, und hervorzuheben, dass es ein kostbares Geschöpf Gottes sei und wir diesen Auftrag als Christen auch wahrnehmen sollten.
Dies könne als Zeugnis für das Leben durch die Teilnahme an den Märschen der Lebensrechtsinitiative, über Spenden und begleitende Gebete geschehen.
Dass mit heftigem Gegenwind zu rechnen sei, dies hätte der Berliner Marsch „1000 Kreuze für das Leben“ im letzten Jahr gezeigt. 400 Polizisten schützten vor 300 Gegnern aus unterschiedlichsten Interessengruppen.  Darüber sei ausführlich in der Presse berichtet worden.

Im öffentlichen Raum, z.B. gegenüber Politikern, Vertretern aus dem Gesundheitswesen, den Wirtschaftverbänden, kirchlichen Verantwortungsträgern sei eine positive Begrifflichkeit zu installieren, und hier nicht mehr vom ungeborenen, sondern vom „wachsenden Kind“ zu sprechen.
Das Kind „wird ja nicht“, es ist schon da und wächst im Leib seiner Mutter heran.
Ebenso könnte ein Paar nach der Zeugung des Kindes nicht wählen, ob sie Vater und Mutter werden wollten. Sie seien es bereits!

Der Artikel 1.1 des Grundgesetzes spreche von der Unantastbarkeit der menschlichen Würde. Dort stünde nicht, dass die Würde des Geborenen, des Begabten, des Privilegiertem, des Klügsten unantastbar sei.

„Ein Embryo außerhalb des Mutterleibes erfährt den totalen Schutz des Staates, wie das Embryonenschutzgesetz zeigt. Im Mutterleib ist das Kind bis kurz vor seiner Geburt (Spätabtreibung) völlig schutzlos“, so Lohmann.

Unverständlich auch, dass unlängst der Friedensnobelpreis einem Staatsmann verliehen worden sei, der die durch George W. Bush abgeschaffte Teilgeburts-Abtreibung wieder einführte. Das Töten im Mutterleib sei die größte Kriegserklärung an das Leben.

Ebenso habe er sich als Historiker nicht vorstellen können, sich nochmals nach den Geschehnissen des Dritten Reiches mit dem Thema „Euthanasie“ auseinandersetzen zu müssen, so Lohmann.

Der „Bundesverband Lebensrecht“ will Anwalt für das menschliche Leben sein und für eine familien- und kinderfreundliche Gesellschaft eintreten.
Weitere Infos im Web unter: www.bv-lebensrecht.de

Vorgestellt wurde auch die „Gehwegberatung“ der Hebamme Maria Grundberger vom Lebenszentrum München in einem bewegenden Filmbeitrag. Vor einer Abtreibungsklinik spricht sie Frauen an, die sich in einem dramatischen Konflikt befinden.
Der Leiter des Lebenszentrums in München, Wolfgang Hering, geht davon aus, dass weit über 500, vielleicht sogar schon 600 Babys durch den Straßendienst vor dem Abtreibungstod gerettet worden sind.

Im Fürbitteteil des Abends, wurden dann entsprechende Gebete von den zahlreichen Gästenvor Gott gebracht. Aktuell auch Gebetsanliegen für die Erdbebenopfer auf Haiti.

Karola Conrads-Butenhof, Pressesprecherin der Evangelische Allianz Bonn
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Gebetsnachmittag der Evangelisch freien Gemeinde Godesberg  (15.1.)
„Zeugen sein – von Generation zu Generation“

Schon traditionell ist der Gebetsnachmittag in der EFGB während der Internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz. Eingeladen wird zu geistlicher Speise und zu Kaffee und Kuchen.
Zwar kamen am Freitag wegen der winterlichen Wetterlage weniger Gäste als erwartet, doch schnell entstand eine gute Gebets-Gemeinschaft.

Gemeindeleiter Eberhard Schultz begrüßte herzlich, gab aktuelle Informationen zur Gebetswoche und das dringende Anliegen für die Helfer und Betroffenen im Erdbebengebiet Haiti zu beten.

In seiner Andacht legte Eberhard Hofmann das Wort zum Thema des Gebetstages:
„Zeugen sein – von Generation zu Generation“  mit der Treue Gottes aus.
Gott sei über die Generationen hinweg treu und die Botschaft des Tages werde erst vollständig, wenn hinzugefügt würde, wozu sich Gott in Seiner Treue verpflichtet habe, was ER verheißen hätte.
Er vollzöge seine Verheißungen, denn ER sei der Allmächtige.
Schlussfolgernd: Weil der himmlische Vater so ist – so treu, so gewaltig, so gütig -, deshalb können Kinder Gottes IHN „von Generation zu Generation“ bezeugen.

Sie tun es nicht, weil sie sich mehr oder weniger einer Anordnung Gottes beugen.
Kinder Gottes rufen: „Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist“ (Ps 34)
weil sie Gottes Güte selbst geschmeckt haben und diese Wohltat nicht für sich behalten wollen rufen oder flüstern sie: „Wohl dem, der auf IHN traut!“
Zeuge der befreienden, beschützenden, heilenden Macht Gottes zu sein, Zeuge Christi zu sein, das ist keine seufzend zu erfüllende Aufgabe. Sie macht Sinn und öffnet nur dann Mitmenschen den Weg zur Quelle des Lebens, wenn uns dabei der Heilige Geist führt.

In Apg 2:38+39 ruft Petrus an Pfingsten viele Tausende in Jerusalem zur Buße zusammen. Euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen die fern sind. Also auch den heutigen Rheinländern.
Wie viele Rheinländer wurden schon bekehrt  –  und wie viele werden es noch sein?
Wir kennen nicht die genaue Zahl – und doch kennen wir das genaue Maß, nämlich:
„So viele, wie der HERR, unser Gott herzurufen wird.“ Keiner mehr und keiner weniger.

In kleinen Gebetsgruppen wurden abschließend Dank und Anliegen für unsere Stadt, unsere Regierung, unser Land, Bildung und Familie, dem guten Miteinander der Generationen, für die Innen- und Außenmission (für alle Hilfsorganisation im Erdbebengebiet) vor Gott gebracht.

Karola Conrads-Butenhof


Internationaler Abschluß-Gottesdienst der Gebetswoche am 17. 1.

„Zeugen sein – damit Gott geehrt wird“

Ein ganz besonderer Sonntag, mit historischem Kanzeltausch zwischen FeG und CLW. Aus mindestens 10 Gemeinden waren Gäste im Internationalen Abschlußgottesdienst im vollbesetzten CLW. Gleich 3 Bands aus Allianzgemeinden gestalteten den Lobpreis.
Gospelsängerin Lisa May Lesch führte die Gläubigen in intensive Anbetung.
Es moderierten, Dr. Jens Schumacher (CLW), Pastor Vladimir Alejo (span. Gemeinde)
und Pastor Elia Daoud (christl.arabische Gemeinde) den Fürbitteteil des Gottesdienstes. Fürbitteanliegen waren u.a., dass unsere Bonner Allianz weiterhin in Brüderlichkeit und gemeinsamen diakonischem Dienst wachse und somit zu einem großen Licht in der Stadt werde, aber auch Bitten für unsere Kanzlerin, Regierung, Stadtverwaltung, Kinder, Jugend, Familie, Arbeit und Bildung, wurden vor Gott gebracht.

Predigt:          Pastor Andreas Fehler

Predigttext:    Philipper 2, 3 – 11

Thema:           Jesus setzt den Maßstab

Das Thema macht deutlich, was das Ziel unseres Lebens ist:
Wenn unser Leben Gott ehrt, wenn es ihn groß macht, dann ist unser Leben erfolgreich.
Jesus setzt den Maßstab für ein erfolgreiches Leben.
Er hat uns vorgemacht, was es heißt, Gott zu ehren.

Predigttext:
3 Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,
4 und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
5 Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:
6 Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
8 Er erniedrigte sich selbst und ward  gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
9 Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist,
10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
11 und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Predigt:
Paulus verwendet hier einen so genannten Christus-Hymnus. Diese alten Choräle, Gospel, sind Lieder, die wahrscheinlich bis in die ersten Tage der Urgemeinde hineinreichen. In der Regel sind sie Ausdruck der Anbetung Jesu. Die Hymnen (z. B. auch Kolosser 1, 15ff; 1. Timotheus 3, 16) waren in der alten Kirche weit verbreitet, sie nehmen fast schon den Status von Bekenntnissen ein, enthalten sie doch das Evangeliums in Kurzfassung.
Paulus verwendet den Christushymnus, der als Lobpreis Ausdruck der Anbetung Jesu ist, um ihn in Zusammenhang mit dem Dienst der Christen zu stellen. Die Anbetung Jesu, die Gemeinschaft mit IHM verändert die Lebensperspektive. Eine veränderte Lebensperspektive verändert den Lebensalltag.
Kontrastprogramm

In den Versen 3–4 wird Gemeinde als Kontrastprogramm zu unserer Gesellschaft beschrieben. Dabei macht der Zusammenhang deutlich, dass im Ausleben dieses Kontrastes, die in Jesus Christus gegeben geistliche Einheit der Gemeinde zum Ausdruck gebracht wird.

>      Nicht aus Eigennutz (2. Korinther 12, 20; Galater 5, 20; Jakobus 3, 14.16; Philipper 1, 17; Römer 2, 8): Wenn es um Dienst geht, dann ist eine der ersten Fragen: Was habe ich davon? Diese – ausgesprochene und oftmals unausgesprochene – Frage offenbart, dass der Fragesteller davon ausgeht, dass alles und jeder ihm nutzen muss. Die Welt ist dazu da, mir etwas zu bringen. Die Kirchengeschichte zeigt, dass Spaltung in der Regel durch Eitelkeit und Streitsucht ausgelöst ist, nicht durch theologische Differenzen.

>      Nicht um eitler Ehre willen: Das griechische Wort ist zusammengesetzt aus dem Wort kenos, das für Abfall, das Nichtige, das Nichts steht und dem Wort doxa, welches Glanz, Schein, Ruhm, Ehre, Ansehen oder aber den Zustand in der Ewigkeit beschreibt. Ich tue alles dafür, in einem bestimmten Licht gesehen zu werden. Ich stelle Frömmigkeit zur Schau, damit sie Menschen beeindruckt, damit sie mich achten.

>      Demut und Hochachtung: Es geht um eine Haltung, die der natürliche Menschen nur einem Menschen entgegenbringt, der gesellschaftlich über ihm steht. Ich nehme den anderen Menschen wichtiger, auch wenn er der Schwächere und Unbegabtere ist. Spaltungen in der Kirche haben in der Regel hier ihren Ursprung, nicht in der verschiedenen Erkenntnis. Deshalb steht die Mahnung auch im Zusammenhang mit der Mahnung zur Einheit der Gemeinde. Demütige Menschen tun gerne auch den Dienst, den niemand sieht.

Adolf Schlatter schreibt: „Paulus redet nicht von einer unwahren Höflichkeit, die den Schwachen wie einen Helden preist und den, der nicht regieren kann, in die Ämter stellt. Da wäre ja wieder die Eitelkeit zur Herrschaft über die Gemeinde gebracht. Paulus meint selbstverständlich auch nicht die als Demut maskierte Verantwortungsscheu und Bequemlichkeit, die den großen Aufgaben ausweicht, weil sie den vollen Einsatz unter Mühen und Schmerzen verlangen.“

Wer sich unten ansiedelt, kann besser emporschauen. Demut ist nicht das Gefühl der Niedergeschlagenheit, sondern der Mut, Jesus zu folgen. Im Umgang mit Kindern zeigt sich recht schnell, ob Erwachsene demütig sind oder nicht.

>      Nicht auf das eigene sehen, sondern auf das, was dem anderen dient: Dabei geht es nicht um die Entstehung zweier Gruppen in der Gemeinde. Die einen versorgen und die anderen werden versorgt. Jeder ist angesprochen. Es ist praktizierte Nächstenliebe. Liebe meint nicht Zuneigung, sondern Hingabe, Dienst.

Im Gegensatz zu allen Ideologien will der christliche Glaube die Welt nicht durch Ausbeutung beherrschen, sondern durch Dienst überwinden.
Der Zusammenhang

Die Gemeinschaft mit Jesus, die ausgeht von der Berufung Gottes und dem Dienst Jesu an und für uns Menschen führt in eine entsprechende Gesinnung des Menschen. Es geht also nicht um Ideale. Christlicher Glaube ist nicht Idealismus, sondern Nachfolge. Deshalb münden diese Aufforderungen des Paulus, dies „Stück christliche Ethik“ in der Dogmatik, in der anbetenden Beschreibung Jesu, seines Dienstes, seines Lebens. In jeglicher Sicht gilt die Frage: Was hätte Jesus in dieser Situation getan?
Die Gottheit Jesu

„Die Gottheit Jesu zeigt sich darin, dass Gott sich selbst in IHM aussprach“ (Werner de Boor). Dabei ist Gestalt nicht das Gegenteil von Wesen, der Begriff meint nichts Materielles. Luther hat es umschrieben mit: „Der Sohn des Vaters, Gott von Art.“
Die Erniedrigung Jesu

>      Er hielt es nicht wie einen Raub fest, Gott gleich zu sein: Jesus lässt sein Recht, in der Gestalt Gottes zu sein, los. Jesus tritt hier als der Gegenspieler des Satans auf, der sein wollte wie Gott und deshalb von Gott verstoßen wurde. Satan versprach den Menschen: „Ihr werdet sein wie Gott!“. Wie einen Raub wollten dies der Teufel und dann auch der Mensch an sich reißen. Jesus hält es nicht wie einen Raub. Es ist sein Besitz. Geraubtes Gut darf abgenommen werden, Eigentum wird gegeben. Jesus, der Sohn Gottes, wird Mensch. Er hört aber nicht auf, Gott zu sein. Er lässt seine göttliche Lebensweise los.
Beim Dienst geht es nicht darum, dass wir etwas tun, was wir eigentlich nicht wollen. Auch beim Opfer geben wir nichts, was wir festhalten wollen. Wenn Jesus schon abgab, was ihm wirklich gehörte, wie viel mehr geben wir das, was uns nicht wirklich gehört, was er uns lediglich anvertraut hat.

► Er entäußerte (vgl. 1. Korinther 9, 15; Römer 4, 14; 1. Korinther 1, 17) sich selbst und nahm die Gestalt eines Sklaven an: Jesus leert sich aus. Er wird zum Nichts. Der Pantokrator wird zum Sklaven. Einem Sklaven gehört nichts mehr, nicht einmal sein Körper, nicht einmal sein Leben. Und genau so weit geht die Hingabe Jesu! Bei Jesus wird die Gesinnung – den Besitz nicht wie einen Raub festzuhalten – zur Tat.

► Den Menschen gleich: Jesus hat nicht nur die menschliche Hülle übergestreift. Er hat nicht nur so getan als sei er Mensch. Er wurde Mensch. Johannes bringt das zum Ausdruck, indem er in Kapitel 1 davon spricht, dass das Wort, das Ewige, Gott selbst, Fleisch wird. Dabei müssen wir wissen, dass bei Johannes – sein Evangelium ist gegen die Tendenzen der Abwertung des Irdischen durch die Irrlehre der Gnosis geschrieben – Fleisch wirklich die irdische Niedrigkeit des Geschöpfs meint.
So erleben wir Jesus als Menschen, angefangen bei der Geburt, über die Versuchungsgeschichte bis hin zum Kreuz! Schauen wir IHN an, verstummt die Klage, dass der Dienst uns überfordert!

>Gehorsam: Ich denke an die drei Stunden vor der Gefangennahme im Garten Gethsemane (Lukas 22, 39 – 46). Es wird deutlich, dass Jesus den Weg allein gehen muss. Jesus ringt sich zum Gehorsam durch, dabei geht es schon im Garten Gethsemane um Leben und Tod.

Die Erhöhung/ Erfüllung

Die Erhöhung Jesu war kein Automatismus. Das Menschsein Jesu war kein „Rollenspiel auf Zeit“. Die Erhöhung ist Verheißung.

Die Menschen suchen erfülltes Leben. Noch nie hatten die Menschen so viel Luxus, um ihr Leben schön zu gestalten. Und noch nie waren sie so unzufrieden wie jetzt. Der Mensch stellt sich abseits und klagt an und ein! Er will die Erfüllung, die Erhöhung ohne die Erniedrigung, ohne das Ausleeren. Gott aber legt Seinen Segen in leere Hände. Gib Deinen Groll auf und Gott gibt Freude. Gib Deinen Stolz, Deine Selbstgerechtigkeit auf und Gott schenkt Frieden. Gib und Du wirst empfangen.
Amen.

Mit dem Segnungsteil endete der Gottesdienst.
Die anwesenden Pastoren luden anschließend all jene zum Gebet ein, die krank waren oder in einer schwierigen Situation stehen.
Predigtskript: Pastor Andreas Fehler (FeG Bonn)
Text und Fotos: Karola Conrads-Butenhof

Presseberichte:

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