Festgottesdienst 10.1.

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Das Fernsehen ERF berichtete von der Gebetswoche in der Sendung
ERF aktuell vom 12.01.2011 (Bitte hier klicken)
in einem 10-Minutenvideo
(Die ersten 3 Minuten berichten aus Bonn)

Pressebericht:

Ausführlicher Bericht:
Festgottesdienst der Ev. Allianz Bonn im Rheinischen LVR-LandesMuseum

“Gemeinsam beten und dienen – mit Respekt und Demut!“
– Bausteine für gute Beziehungen unter Christen –

Auftakt der Internationalen Gebetswoche vom 9.1.-16.1.2011 war in einigen Bonner Gemeinden der so genannte „Kanzeltausch“. Predigten von Pastoren anderer Gemeinden, die den Bibeltext aus Joh. 14-17 aus ihrem baptistischen, landeskirchlichen oder pfingstkirchlichen Hintergrund auslegten.

Erstaunlich, eine Gebetswoche mit den Abschiedsreden Jesu zu beginnen, jedoch schlüssig, weil sie gleichzeitig sein Vermächtnis an die Jünger und Nachfolger aller Zeiten sind, als seine Repräsentanten hier auf der Erde.

Gleichungen, die gerade heute an Gültigkeit zunehmen und in einer unruhigen Welt, zum Frieden und gutem Miteinander beitragen werden: „Gesandt sein wie Jesus – und „Untereinander eins wie Jesus mit dem Vater sein!“

Wie dies alltagstauglich umzusetzen ist, verdeutlichte anschaulich der Bausteine schichtende Prediger und Pastor Andreas Hildebrandt (FeG Rheinbach) tags darauf im Rheinischen LandesMuseum Bonn.


Über 200 Besucher hörten aus dem zweiten Kapitel des Briefes an die Philipper, welche vier „Bausteine“ Paulus hier nennt, die die Gemeinschaft und Einheit unter Christen fördern.
Bausteine eins und zwei: Ermahnung in Christus und Zuspruch (oder Trost) aus Liebe.
Die Ermahnung meint ein „sich neben den anderen rufen zu lassen“. Was dazu dienen kann, den anderen zu korrigieren oder ihn zu ermutigen und zu trösten.
Eine offensichtlich gute, gesunde Weise Seelsorge zu praktizieren.
Baustein drei: „Gemeinschaft des Geistes“
„Nicht das Aussprechen eines Bekenntnisses oder der Entscheidung ein Leben mit Christus zu leben, macht einen Menschen zu einem Christen, sondern die Gegenwart des Heiligen Geistes im Leben eines Christen, der Einheit und echte Gemeinschaft untereinander schafft. Je mehr Gottes Geist Einfluss in der Gemeinschaft der Christen hat, desto intensiver wird die Einheit untereinander sein. Fehlende Gemeinschaft untereinander, offenbart fehlende Gemeinschaft mit Gott“, so Pastor Hildebrandt.
Baustein vier: „…sie sollen „eines Sinnes sein, einander in Liebe verbunden und einträchtig“,… Paulus hatte bei den Christen in Philipi „herzliche Zuneigung und Erbarmen“ beobachtet. Eigenschaften die auch in Jakobus 5.11 für Gott gebraucht werden: „denn der Herr ist zutiefst barmherzig und voll Mitgefühl“ heißt es dort.
„Barmherzigkeit und Mitgefühl, dieselbe herzliche Zuneigung und Erbarmen, so wie Gott sich Dir und mir gegenüber verhält, wenn wir das gegeneinander tun, dann wird das Resultat Einheit sein!“, so Pastor Hildebrandt
Weiter: „Und wenn Gott nicht gnädig und barmherzig wäre, wenn seine Freundlichkeit uns nicht zur Umkehr leiten würde, wenn seine herzliche Zuneigung für Dich und mich nicht in seine Gegenwart ziehen würde, dann wären wir verloren!“
Den BARRIEREN guter Beziehungen unter Christen (V. 3-5)
a. Ehrgeiz und Prahlerei sei Demut, (einer schätze den anderen höher ein als sich selbst)
b. und dem Egoismus, Fürsorge entgegenzusetzen (jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen).
Abschließend verdeutlichte Pastor Hildebrandt Jesu Gesinnung, die seine Spuren im Leben und Verhalten – in der Gesinnung der Christen hinterlässt:
„Der Mensch wollte von Anfang an sein wie Gott, wollte herrschen, wurde überheblich, wurde ungehorsam!“
„Christus verließ den Himmel, wurde Mensch, wurde Knecht, erniedrigte sich selbst, wurde gehorsam bis zum Tod!“
„Wie also kann in der Evangelischen Allianz in Bonn, aber auch in unseren jeweiligen Gemeinden aktiv die Einheit unter Christen gefördert, wie also begonnen werden, leidenschaftlich, proaktiv und bewusst dazu beigetragen werden?“
Sechs gute, praktische, biblische Ratschläge aus John Piper’s „What I Said to
Pastoral Staff About Unity Amid Differences“:
1. Hör auf negative über Dritte zu reden.
2. Stelle fest (oder forsche nach), wo Du Gottes Wirken beim anderen entdeckst und sprich mit ihm darüber.
3. Sprich direkt über Kritikpunkte mit dem anderen, wenn Dich das starke Bedürfnis nicht loslässt, mit einem Dritten darüber zu reden.
4. Unterstelle dem anderen die besten Motive, gerade, wenn du mit ihm nicht übereinstimmst.
5. Denke viel über die vielen Dinge nach, die Du mit dem anderen teilst und die Dich mit dem anderen verbinden.
6. Staune mehr darüber, dass Dir vergeben worden ist, als darüber, dass Du recht hast. Denke mehr über Deine Sünden und daran, dass Gott Dir vergeben hat, als über die Verfehlungen des anderen.

Stellvertretend für die Gemeinde Christi, und für die Repräsentanten der Stadt Bonn traten zum Dankgebet und Fürbitte Pastorin Monika Wagner (Rhema Bibelgemeinde), Pastor Vladimir Alejo (Span. Gemeinde), Pastor Elia Daoud (Arabisch-christliche Gemeinde), FeG-Pastor Andreas Fehler (Vors. d. Ev. Allianz Bonn u. Moderator des Festgottesdienstes u. Pastor Andreas Hildebrandt (Prediger) vor.

Der Gottesdienst endete mit dem gemeinsam gesprochenen „Agape-Gebet“, dass John Wesley (England 1703-1791), der Gründer der Methodistischen Kirche, für die Christen und Gemeinschaften in Wales zur Förderung der Erweckung formuliert hatte:

Lieber Vater im Himmel!
Ich liebe meine Schwestern und Brüder.
Ich liebe sie, weil du sie liebst.
Ich liebe sie, obwohl sie Fehler haben und Fehler machen.
Vater, ich vergebe ihnen, wo sie sich gegen mich gewandt haben.
Ich bitte für mich selbst im Namen Jesu Christi um Vergebung,
wo ich sie nicht liebte, wo ich mich von ihnen absetzte,
wo ich sie verurteilte und wo ich verächtlich über sie gesprochen habe.


Herr, ich will mein Herz, meine Gedanken
und meinen Mund bewahren, dass sie nichts Negatives und Zerstörerisches
denken und sagen über meine Geschwister.
Ich erkläre: ich bin das Ende aller
Gerüchte, die mein Ohr erreichen.
Und wo ich von Unsegen höre, soll das
von nun an nur noch ein Anlass sein,
zu lieben, zu segnen und zu vergeben.

Heiliger Geist,
füll mich bitte mit deiner göttlichen Liebe und lass mich davon überfließen.
Nur durch dich wird unter uns das Wunder von Liebe und Einheit wahr.
Danke. Amen.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom SELA-Kammerorchester und der Lisa May Lesch Band begleitet. MusikerInnen und SängerInnen, die aus den unterschiedlichen Gemeinden im Köln-Bonner Raum kommen und mit ihrer Musik und ihrem Gesang Gott ehren wollen.

Nach dem Gottesdienst wurde zum Stehempfang im Foyer des Rheinischen Landesmuseums eingeladen. Bedauerlicherweise hatte der Bonner Oberbürgermeister seine Teilnahme wegen eines wichtigen Termins kurzfristig absagen müssen.

Karola Conrads-Butenhof
www.eabonn.de u. http://www.clw-bonn.de


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