Gebetsgottesdienst 11.1. Bornheim

im Rahmen der Allianzgebetswoche Bonn 2011
am 11. Januar: „Beten und dienen, weil wir nicht für uns selbst da sind!“

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Pastor Gerhard Wiebe begrüßte mit den Worten: „In dieser Gebetswoche, die auch dazu beiträgt Unterschiedlichkeiten der Gemeinden aufzuheben, wollen wir den Blick auf Jesus und das gemeinsame Gebet ausrichten.
Nach einigen bewegenden Kirchenliedern, bedankte sich der Gastsprecher und Vorsitzende der Ev. Allianz Bonn, Pastor Andreas Fehler (FeG Bonn) für die Einladung und stieg auch gleich thematisch in den vorgegebenen Bibeltext aus Matthäus 5,13-16 ein.

„Allianz ist nicht Ökumene, nicht Institution oder Organisation. Sie hat nicht das Ziel Baptisten zu Methodisten zu machen, strebt keine gemeinsame Liturgie an, will keine Anhänger werben, sondern den Auftrag Jesu Christi gänzlich an allen erfüllen, indem sie die frohe Botschaft und damit Hoffnung zu den Menschen bringt.
Viele Gemeinden haben ihre Identität durch Abgrenzung gefunden, was durchaus manchmal notwendig ist. Aber in erster Linie sind wir Christen, die eine Gemeinde des neuen Testamentes sein wollen. Allianz ist Geben und Nehmen ohne Aufrechnen!
Der Zuspruch Jesu in Matth. 5,13 „Ihr seid das Salz der Erde“ kündige auch gleichzeitig die historische Kostbarkeit des Salzes an, das die Wesenseinheit des Christen bereits Salz der Erde ist, und nicht werden müsse.
Die ersten Adressaten, an die Jesus diese Aussage richtete waren die Apostel, oder  „seine 12 Probleme“. Jesus hatte mit ihnen ein Team zusammengestellt, das sich kein Unternehmen erlauben würde. Nach drei Jahren gemeinsamer Wanderschaft, vieler erlebter Wunder zweifelt Thomas immer noch, war Petrus noch „vollmundig“ und die Söhne des Zebedäus mit merkwürdigen Charaktereigenschaften behaftet. Und doch kannte Jesus das Potential in ihnen. Sie waren ganz normale Leute, weder Theologen noch einer Eliteeinheit zugehörig.
Wenn Gott uns herausruft, dann hat er auch was mit uns vor. Wir leben von dem, was Gott uns schenkt, durch Hoffnung und Zuversicht.
Sein Zuspruch ist auch gleichzeitig sein Anspruch an uns (ihr seid meine Stellvertreter). Salz verhindert Fäulnis, konserviert und würzt. Geht es nach dem rasanten Aufschwung der Wirtschaft auch gut, dürfen wir uns über soziale Absicherung, Demokratie, Freiheit und Wohlstand freuen, so geht es vielen Menschen gleichzeitig schlecht. Hinter der gesellschaftlichen Kulisse herrscht Hoffnungslosigkeit, wird sexueller Missbrauch praktiziert, gehen viel junge Leute kaputt, wird weiterhin über das Existenzrecht genetisch geschädigtem ungeborenen Leben diskutiert und getötet, Alte und Kranke vielerorts unzureichend versorgt.
„So möchte ich Gemeinden und Christen ermutigen, ja herausfordern an ihren Orten, Dienststellen und Arbeitsplätzen, Salz und Licht durch Handeln und zum Segen für die Gesellschaft zu werden. Ja, sogar die Scheu abzulegen, in Politik, Verwaltung, Wirtschaft zu gehen, und selbst Arbeitgeber nach christlichen Werten zu werden. Vielerorts geschieht dies bereits und wird auch gesellschaftliche Auswirkungen zeigen, und doch sehe ich die Gefahr der gemeindlichen Exklusivität.
Ganze Bewegungen definierten sich durch Absonderung, theologische Haarspaltereien, Rückzug oder spektakulären Endzeitprophetien – während draußen die Gesellschaft vor die Hunde ging.
Exklusivität entspricht nicht dem Willen Gottes. Leben wir auch in einer gefallenen Welt, so ist diese Welt immer noch seine Schöpfung. Die Menschen darin, mögen sie noch so gottesfern leben, so sind es gerade sie, die Gott so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn, Jesus Christus für sie gab. Damit Licht in ihre Finsternis
und Hoffnung in ihr Leben kommt. Eine Stadt ohne Gemeinde Jesu, ist wie Kartoffeln ohne Salz – fad, geschmacklos und ohne Würzkraft. Nach Jesu Worten, wird sie ihre Daseinsberechtigung verlieren“, so Pastor Fehler.

Mahnende, eindringliche Worte, die Dr. Friedhelm Jung vom Bonner Bibelseminar
im Buß – und Fürbitte-Teil des Gottesdienstes aufgriff.
Ermutigt und gestärkt, endete er mit dem Abschlusssegen.

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