Stadtgebet am 13.1.

Lebensrechtsinitiative im Stadtgebet:
Beten und dienen…weil wir einander brauchen!

Die Lebensrechtsinitiative „Bonner Christen für das Leben“ gestalteten den 
Stadtgebetsabend mit der Lesung von Schöpfungstexten und der symbolischen 
Verteilung eines kleinen Samenkornes, das einen Embryo kurz nach seiner Zeugung symbolisierte. 
 „Mit der Präimplantationsdiagnostik soll erlaubt werden, was das
Embryonen-schutzgesetz eindeutig verbietet“, erklärte Birte Grimm, „nämlich
die Erzeugung eines Embryos zu einem anderen Zweck als dem, in den
Mutterleib eingepflanzt zu werden.“ 
Mit der Präimplantationsdiagnostik werden künstlich erzeugte Embryonen auf
vererbbare Behinderungen untersucht und nur Embryonen eingepflanzt, die
genetisch gesund sind. Auf diese Weise soll genetisch vorbelasteten Paaren, 
die sich ein Kind wünschen, eine Schwangerschaft mit einem gesunden Baby
ermöglicht werden.
So nachvollziehbar dieser Wunsch ist, man sollte nicht vergessen, dass die
erzeugten Embryonen, die das genetische Material für eine Erbkrankheit
tragen, vernichtet werden. Auf diese Weise findet eine Selektion zwischen
“lebenswertem“ und „lebensunwertem“ Leben statt. Wer kann heute schon
absehen, nach welchen Kriterien in Zukunft ausgewählt wird?

Denkbar wäre zum Beispiel eine Auswahl nach Geschlecht oder auch anderen diagnostizierbaren Krankheiten, die sich erst sehr viel später im Leben auswirken. Nicht zuletzt sollten ethisch unbedenkliche Alternativen wie beispielsweise die
Diagnostik der Eizelle vor der Befruchtung in Erwägung gezogen werden.

Am Ende zitierten die Bonner Christen für das Leben  
den Philosophen Robert Spaemann:  „… es sollen ja im Ernstfall nicht die
Krankheiten, sondern die kranken ungeborenen Kinder eliminiert werden …
Den Leidenden zu beseitigen um das Leiden abzuschaffen, das kann unmöglich
die Lösung sein.“ (www.cicero.de/97.php?item=5574 )

In 120 Gesundheitszentren bundesweit, werden jährliche ca. 70.000 
„künstliche Befruch-tungen“ durchgeführt. „Behandlungen“ die zudem mit 
hohen Kosten verbunden sind.
90 % der ungeborenen Kinder mit einem diagnostiziertem „Downsyndrom“ 
(Trisomie 21) sterben noch bis kurz vor ihrem Geburtstermin im Mutterleib,
 da Spätabtreibungen in Deutschland bis kurz vor der Geburt möglich sind.

In der Fürbitte wurde um Vergebung für unsere Gleichgütigkeit gegenüber Frauen in Schwangerschaftskonfliktsituationen und Lieblosigkeit gegenüber allein erziehenden Müttern und Vätern gebetet.
Vor Gott wurde für all jene Frauen, für Hebammen, das Pflegepersonal und Ärzte in Kliniken eingetreten, die familiären und gesellschaftlichen Druck ausgesetzt sind und sich gegen ein behindertes Kind entschieden haben oder in irgendeiner Form an Abtreibungen beteiligt sind. Aber auch um Ermutigung und Stärkung durch Gottes Geist für all jeneFrauen, Familien, die sich für ein behindertes Kind und für eine lebenslange Elternschaft entschieden haben.

Anzumerken sei auch der besondere Gast des „Allianz-Stadtgebetes“.
Michael Feulner, Mitbegründer der seit 2003 bestehenden, christlichen
„Leuchtturm Gemeinde“ in Yalova/Türkei, erörterte kurz die Gestehungsgeschichte der Gemeinde. Er bat um Unterstützung der inzwischen erforderlichen Finanzierung eines Gemeindehauses, damit Vision und Ziele weiter umgesetzt werden können:
– bis Ende 2010 Gemeindezuwachs auf 120 Personen,
– in den folgenden 10 Jahren, weitere Gemeindegründungsteams entlang 
 der Küste in weitere Orte entsenden,
– Vision, dass das Gemeindehaus eine strategisch wichtige Rolle als 
 Versammlungsort und Ausbildungszentrum einnehmen wird.
Die Gemeindearbeit umfasst mittlerweile Hauskreise, eine Kinderarbeit mit muslimischen Nachbarskindern, eine christliche Pfadfinder-, und Jugendgruppe.
Es haben sich inzwischen drei türkische Ehepaare mit Leitungspotential heraus kristallisiert, die gezielt in ihrer Berufung gefördert werden.

Als gemeindeübergreifenden Dienst am Leib Christi der Türkei leitet die Gemeinde
das Konferenz- und Freizeitzentrum der Evangelischen Allianz, das auch häufig von Gruppen aus dem mittleren Osten genutzt wird.

Kontakt: Michael Feulner 
email: aslan@saabas.net Internet: www.yalovakilisesi.com Tel.: +90 533 240 8373

Birte Grimm, Bonner Christen für das Leben
Karola Conrads-Butenhof, Ev. Allianz Bonn

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