Marsch des Lebens

3.Mai 15h  vom Jüdischer Friedhof
17h  zum Altes Rathaus MdL

Ein Demonstrationszug mit etwa 100 Demonstranten zogen vom jüdischen Friedhof an der Römerstraße vorbei an Stationen jüdischen Lebens wie dem jüdischen Betsaal an der Graurheindorfer Straße 15 . Nach dem Ersten Weltkrieg waren viele Juden aus Polen vor den Pogromen nach Westen geflohen und wollten nach Amerika auswandern. Das gelang vielen nicht. In der Bonner Nordstadt endete ihre Flucht. Aber da sie sich mit dem liberal-jüdischen Ritus nicht anfreunden konnten, feierten sie ihre eigenen Gottesdienste. Wenige Meter weiter, an der Kölnstraße 64, stand das Haus der zionistische Studentenbewegung „Kadimah“, die 1909 gegründet worden war. „1933 verkauften sie das Gebäude, weil sie erkannten, dass sie hier nicht weiterleben konnten“.

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Wie die gebürtige Bonner Jüdin Hanna Zack-Miley den Holocaust überlebte, erzählt sie vor dem Alten Rathaus (Foto: Nicolas Ottersbach). Sie war extra aus USA angereist.        Sie berichtete von ihrer Geschichte. Sie hat den Holocaust überlebt. „Meine Eltern nicht“, sagte sie. Auf den Tag genau vor 73 Jahren waren Mutter und Vater in Chelmno, in einem deutschen Konzentrationslager auf polnischem Boden, vergast worden. Frau Zack-Miley hatte erlebt, wie die jüdische Bevölkerung erst ausgegrenzt und schließlich nach der Pogromnacht im November 1938 zum Umzug in ein sogenanntes „Judenhaus“ nach Köln gezwungen wurde.
Ihre Eltern erkannten die Gefahr und besorgten für ihre Tochter einen Platz in einem jener Kindertransporte nach England, mit denen 10.000 jüdische Kinder aus Deutschland gerettet werden konnten. Darüber hat sie das Buch „Meine Krone in der Asche. Der Holocaust, die Kraft der Vergebung und der lange Weg zur persönlichen Heilung“ geschrieben.

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Die Bonnerin Frau Sieglinde Breland berichtet aus eigenen Lebenserfahrungen vom Schicksal ihrer jüdischen Jugendfreundinnen. Aufmerksam hören die Gäste aus USA, das jüdische Ehepaar Zack-Miley zu, die im Vordergrund sitzen.

Die Bewegung „Marsch des Lebens“ gibt es seit 2007 in 14 Nationen und mehr als hundert Städten. 2011 wurde die Initiative von der israelischen Knesset für ihr besonderes Engagement für Holocaustüberlebende ausgezeichnet. Ziel ist laut der Veranstalter zu erinnern, zu ehren und zu versöhnen.

.       Leitung der Veranstaltung: Alexander Schlüter, Wächterruf;  mdlbonn@gmx.de

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